Pflaster & Außenanlagen

17. September 2026

Terrasse anlegen: Höhe, Gefälle und Unterbau

Gepflasterter Weg durch einen Garten zu einer kleinen Plattenterrasse am Haus

Eine Terrasse soll eben bleiben, Wasser ableiten und zur Tür passen. Alle drei Dinge entscheiden sich, bevor die erste Platte liegt.

Die Terrasse ist meist die Fläche am Haus, die am meisten genutzt wird. Entsprechend viel Zeit fließt in die Wahl der Platten. Genauso wichtig sind aber Höhe, Gefälle und Unterbau. Hier die Punkte, die wir bei jeder Terrasse durchgehen.

Die Höhe an der Tür

Der Anschluss an die Terrassentür ist der heikelste Punkt. Liegt die Fläche zu hoch, kann bei Starkregen Wasser unter die Tür laufen. Vor bodentiefen Türen braucht es deshalb eine Entwässerungsrinne oder genug Abstand zur Schwelle. Klären Sie das am besten schon in der Bauphase, solange die Höhen noch festgelegt werden.

Gefälle weg vom Haus

Etwa zwei Prozent Gefälle vom Haus weg reichen, damit Regenwasser abläuft, ohne dass man es beim Sitzen merkt. Das Wasser braucht am Ende der Fläche einen Weg: in den Rasen, in ein Kiesbett oder in eine Rinne.

Halb verlegte Pflasterfläche, daneben das abgezogene Splittbett mit Abziehschiene

Der Unterbau

Auch wenn auf der Terrasse kein Auto steht: Ohne tragfähigen Unterbau sacken einzelne Platten ab oder kippeln nach dem ersten Winter. Der Aufbau ist im Prinzip derselbe wie bei Wegen und Einfahrten, nur weniger tief:

  • Mutterboden abtragen, tragfähigen Untergrund freilegen
  • Tragschicht aus Schotter einbauen und verdichten
  • Bettung aus Splitt sauber abziehen
  • Platten mit gleichmäßigen Fugen verlegen und einfassen

Welche Platten?

Betonplatten sind robust und in vielen Formaten und Farben zu haben. Naturstein ist langlebig und jede Platte ein Unikat, braucht beim Verlegen aber mehr Zeit. Keramikplatten sind sehr pflegeleicht und nehmen kaum Schmutz auf, verlangen aber einen besonders sorgfältigen, ebenen Unterbau. Bei großen Formaten gilt generell: Je größer die Platte, desto genauer muss der Untergrund sein.

Was Sie vorher überlegen sollten

  • Wie viele Personen sitzen hier, mit Tisch und Grill?
  • Wo steht die Sonne am Nachmittag und am Abend?
  • Soll ein Weg oder Rasen direkt anschließen?
  • Ist später eine Überdachung oder Markise geplant?

Fazit

Eine schöne Terrasse sieht man, eine gute merkt man nicht: keine Pfützen, keine kippelnden Platten, kein Wasser an der Tür. Darauf achten wir, bevor es um Farbe und Format geht.