Pflaster & Außenanlagen

8. Oktober 2026

Pflaster pflegen: Fugen, Unkraut und Winter

Gepflasterte Einfahrt vor einer Garage mit sauberen Randsteinen

Pflaster hält Jahrzehnte, wenn man es lässt. Die meisten Schäden entstehen nicht durch zu wenig Pflege, sondern durch die falsche.

Grün in den Fugen, Moos im Schatten, Flecken vom Auto: Pflasterflächen sehen nach ein paar Jahren nicht mehr aus wie am ersten Tag. Das ist normal. Mit ein paar Handgriffen bleibt die Fläche trotzdem ansehnlich und vor allem stabil.

Die Fugen sind das Wichtigste

Das Fugenmaterial hält die Steine zusammen. Fehlt es, fangen die Steine an zu wandern und zu kippeln. Fugen, die ausgespült oder ausgekratzt sind, sollten deshalb mit passendem Fugensand oder Brechsand nachgefüllt und eingefegt werden.

Nasse Pflasterfläche mit Entwässerungsrinne und Randstein nach einem Regenschauer

Unkraut in den Fugen

  • Regelmäßig mit Fugenkratzer oder Fugenbürste entfernen, bevor sich Wurzeln festsetzen
  • Abflammen oder heißes Wasser helfen bei kleinem Bewuchs
  • Unkrautvernichtungsmittel sind auf Pflaster, Wegen und Einfahrten gesetzlich nicht erlaubt, auch nicht im eigenen Garten

Vorsicht mit dem Hochdruckreiniger

Ein Hochdruckreiniger macht die Fläche schnell sauber, spült aber auch das Fugenmaterial heraus und kann die Oberfläche von Betonsteinen aufrauen. Danach wird sie schneller wieder grün. Wer ihn benutzt, sollte mit Flächenreiniger, flachem Winkel und Abstand arbeiten und die Fugen anschließend neu einsanden.

Moos und Grünbelag

Moos wächst dort, wo die Fläche lange feucht bleibt: im Schatten, unter Bäumen, bei zu wenig Gefälle. Abkehren hilft kurzfristig. Dauerhaft hilft nur, was die Fläche trockener macht, zum Beispiel Laub rechtzeitig entfernen und Wasser gut ablaufen lassen.

Im Winter

Streusalz schadet Betonsteinen und den Pflanzen am Rand. Besser sind abstumpfende Streumittel wie Splitt oder Sand. Schnee lieber schieben als mit spitzen Werkzeugen hacken, damit Kanten und Oberfläche heil bleiben.

Wenn sich Steine absenken

Einzelne abgesackte Stellen, Spurrillen oder kippelnde Steine sind meist kein Pflegeproblem, sondern ein Zeichen, dass der Unterbau nachgibt. Dann hilft kein Nachsanden. Die Steine werden an dieser Stelle aufgenommen, der Unterbau wird ausgebessert und neu verdichtet, danach wird wieder verlegt.

Fazit

Fugen voll halten, Unkraut früh entfernen, im Winter kein Salz: Mehr braucht eine gut gebaute Pflasterfläche nicht. Und wenn sie sich irgendwo absenkt, schauen wir uns den Unterbau an.